Ostdeutsche fußballvereine

ostdeutsche fußballvereine

Juni Sie existieren nicht mehr. So wie es die DDR nicht mehr gibt, in der sie den Fußball geprägt haben – wenn auch meistens nicht in sportlicher. Die Ewige Tabelle der DDR-Oberliga ist eine statistische Zusammenfassung aller Oberliga-Spiele von bis Spitzenreiter ist und bliebt der FC Carl. Ein Fußballclub war im DDR-Fußball ein speziell geförderter, leistungssportlich orientierter Verein. Die zehn Fußballclubs der DDR bestanden in dieser Form.

Der Osten holt langsam aber sicher auf. Ich erinnere mich noch an die Jahre wo eben nur der FCH in der 1. Buli gegen den Abstieg gespielt haben.

Auch in der Regionalliga Nord sah es darmals eher Mau aus. Ob der Osten noch Strukturell benachteiligt ist? Schuldzuweisungen kann es da aber nicht geben, da es nunmal praktisch unmöglich ist "Sportgemeinschaften" ins Profigeschäft einzubauen.

Ich sehe den Grundstein bereits als gelegt an. Ich denke in naher Zukunft werden wird der Osten auch seine 6 Plätze erreichen.

Rein Gefühlstechnisch würde ich sogar sagen 6 Ostvereine haben schonmal gleichzeitig in den ersten beiden Ligen gespielt.

Bin mir aber nicht sicher und auch zu faul nachzuschauen. Ist ja auch nicht relevant. Dazu kommt sicherlich das wir um starke Buli Teams zu bekommen auch Gesellschaftlich nicht die Ballungszentren haben.

Mittelfristig werden sich sicher noch die Rasenballsportler in der Bundesliga dazugesellen. Davon kann man halten was man möchte.

Ich denke der Osten befindet sich auf einen guten Weg. Du vergleichst hier gelegentliche Erst- und Zweitklassigkeit mit mehrfachen nationalen Meistern, Pokalsiegern, Europapokal-Finalisten und sogar -Siegern.

Das zeigt sehr gut die Asynchronizität in der Kommunikation. Bitte, das ist keine Wertung der damaligen Entscheidungen. Sie mussten irgendwie getroffen werden und Kompromisse die allen geholfen hätten, konnte es nicht geben.

Es ist nichts weiter als ein mächtiges Beispiel für die strukturelle Benachteiligung der ostdeutschen Clubs, welche ihre westdeutschen Äquivalente nie kennenlernen mussten.

Und noch ein allgemeiner Hinweis "strukturelle Benachteiligung" wird mir viel zu oft als "böswillige, gezielte Benachteiligung durch einen oder mehrere Handelnde" missverstanden.

Dabei geht es lediglich darum, dass es Gegenden bzw. Gegebenheiten gibt, die günstiger oder ungünstiger sind - meist ohne dass es dafür einen Schuldigen gibt.

So wie manche Leute halt näher an einer Autobahnauffahrt leben als andere. Immerhin hat der Osten Proficlubs! Wenn man mal nach Schleswig-Holstein guckt, sieht es da noch mauer aus!

Aber mMn holt der Osten echt auf, was man zuletzt in der noch gemeinsamen Regionalliga gesehen hat, wo die Ostteams immer stärker wurden Chemnitz, Leipzig.

Auch in der 3. Das tut zwar nichts zum Thema, aber ich möchte es trotzdem loswerden. Gerade was die Mieten angeht, ist Dresden auf einem sehr guten Weg einer der Spitzenreiter in Deutschland zu werden.

Ich kann das Märchen vom achso billigen Leben im Osten nicht mehr hören. Wobei das in den Strukturschwachen Regionen, die es im Westen natürlich auch gibt, absolut zutrifft.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von SGD82 am Es findet seit Jahren eine Verlagerung Richtung Süden statt. Nicht nur Ostklubs stürzen ab, sondern auch Westklubs.

Nächstes Jahr werden es wieder mal nur 4 Vereine sein. Ich denke, dass liegt daran, dass im Süden heutzutage mehr und finanzstärkere Sponsoren zu finden sind.

Leider haben viele der Neulinge aus dem Süden auch deutlich weniger Fans. Das sollte klar sein. Betrachten wir Konkurrenzfähigkeit , dann fand einerseits eine gewisse Angleichung der Wirtschaftskraft statt, andererseits muss die Stadt in Deutschland betrachtet werden und nicht mit dem Status in der DDR.

Halbwegs konkurrenzfähig von der Einwohnerzahl her dürften eigentlich nur Leipzig und Dresden sein, die beide was über eine halbe Millionen Einwohner haben wie Nürnberg, Hannover, Nicht zu vergessen, dass es Gebiete gibt, in denen die Hertha "wildert".

Jena hingegen hat so viele Einwohner wie Koblenz und sollte ansatzweise vergleichbar sein, wenn wir Faktoren wie Einzugsgebiet hier hat Saabrücken z.

Strukturelle Benachteiligung gibt es da, wo die Wirtschaftsstruktur für die Vereine, sprich, die Konkurrenzsituation hoch ist oder es an einem Absatzmarkt Fans bzw.

Dadurch gibt es zwangsweise in weiten Teilen des Ostens strukturelle Benachteiligungen. Das trifft aber auch auf viele Regionen im Westen zu.

Neben des recht forschen Abwatschens zulasten des Threaderstellers, der, um sein Thema möglichst interessant zu machen, mit, im Rahmen der Sachlichtkeit, provokaten Thesen hervortritt und zudem noch mögliche Argumentationsansätze aufzeigt, hätte ich mir von dem einen oder anderen Zeitgenossen gewünscht, dass er, neben der doch simplen Feststellung, dass das Thema interessant ist, auch mal aufzeigt, worin das Interessante dieses Thema liegt, wenn es mit der Erklärung abgetan ist, dass der Osten einfach strukturschwach ist.

Wenn es nämlich so ist, dass die Antwort in einer derartig unfassbaren Vergröberung schon hinlänglich gegeben ist, dann kann ich mir kein uninteressanteres Thema vorstellen.

Zudem wäre damit das Thema erschlossen und der Thread könnte zu, was aber keiner der Schreiber, die die Lösung in der Strukturschwäche sehen, deduziert.

Zum zweiten hat sich Threadersteller schuldig gemacht, weil er es unter den obig genannten Voraussetzungen wagte, eine Frage aufzuwerfen, die in einigen Köpfen bisheriger Beitragsschreiber zwangsläufig aus einer Jammermentalität emporkriecht.

Sie wagten gar nicht den Versuch zu unternehmen, diese Frage wertfrei zu verstehen. Die Antwort liegt mit der Strukturschwäche quasi auf der Hand, jede weitere Diskussion macht verdächtig.

Genaugenommen ist die gemeine Strukturschwäche als Argument genauso werthaltig wie eine Lösung des Problems im Wesen des Menschen zu anzugeben.

Tatsächlich ist das Thema unfassbar komplex; jeder Ansatz, der in einem kleinen argumentativen Rahmen erschöpfend erfasst sein will, bleibt unbefriedigend.

Bemerkenswert ist, dass die in der Tiefe liegenden Momente, wenn man sie aufspürt, zwar mal für und mal wider der vom Threadersteller geposteten These sprechen, aus meiner Sicht sie aber mehrheitlich bestätigen.

Aus ihnen selbst entsteht übrigens auch keine Verschuldensfrage, auch wenn das die Lesart ist, unter den man einen solchen Beitrag verstehen kann.

Die von mir unten angegebenen Argumente sind so eng umrissen, ihr Geltungsbereich so gering, dass ich weder behaupten will auch nur Ansatzweise vollständig oder umfassend zu sein, noch das hier gezeichnete Bild unter diesen Mängeln in Art und Umfang volle Richtigkeit hat.

Unter den vielen möglichen Ansätzen habe ich mir zwei gewählt und habe sie im Lichte des Vereins Dynamo Dresden dargestellt und zwar so, wie ich das empfinde.

Ihnen - und nicht etwa den Spitzenmanagern der Bundesligisten - stand die Mammutaufgabe ins Hause aus den infrastrukturellen Provinzriesen ein wettbewerbsfähiges Produkt zu machen, das mit den hervorragend geführten Vereinen der Westmannschaften konkurrieren kann.

Mit der denkbar brutalsten Hypothek, Anfang der 90iger einen Verein zu führen, der in einem Bundesgebiet liegt, in dem die Bausubstanz vor sich hinmodert, an Lebensqualität etwa soviel bietet wie die heutigen Nachmittagssendungen des Privatfernsehens, war es unmöglich fähige Leute zu gewinnen, um ein funktionierendes Ganzes aufzubauen.

Aus dem einstigen Spitzenklub mit jahrzehntelang europäischem Format wurde ein kleines Licht, in dem Provinzpossen geschrieben werden.

Dynamo Dresden musste erheblich Geld in die Hand nehmen, um Mitläufern der Bundesliga den Vertragsabschluss schmackhaft zu machen. Von einer vielleicht erwarteten Besserstellung kann keine Rede sein.

Es wirkt bis heute nach. Vor allem bei unseren eigenen Leuten. Zwischenzeitig kehrt bei Dynamo eine gewisse mediale Kompetenz ein.

Mit den gewaltigen finanziellen Defizit, das seine Zinseszinseffekte in die Zukunft fortschreibt sowie mit umfangreichen Vertragswerken, die, zugunsten einer kurzfristigen Sicherung, die Knebelung für einen zukünftigen, womöglich von Seiten der damals aktuellen Vereinsführung selbst nicht für möglich gehaltenen Profisport nach sich zieht, ist es bis heute in der dritten Liga und darunter unmöglich sich finanziell zu konsolidieren.

Folglich werden in den Jahren vor dem Zweitligaerscheinen Dynamos rote Zahlen geschrieben, die mit der im Eingangssatz des Absatzes angedeuten medialen Kompetenz, die immer mit einer Verklausulierung einher geht und einem konkreten Erklärungsmodell weitere hinzufügt, für Misstrauen sorgt.

Auf einmal hat man statt täglichen Wasserstandmeldungen und konkreten Werten mit einem ewig optimistischen Vereinsgebaren zu tun. Wozu das führt, sieht man auch am aktuellen Beispiel Duisburgs, wo ich unglaublich viele Parallelen zu Dynamo sehe.

In Dresden traut man den Vereinsangestellten nicht. So kommt es, dass ehemalige Präsidenten damit kokettieren, jährlich die Bilanzen einzusehen, völlig wertfrei wie sie betonen, aber gleichzeitig freimütig ein paar Anekdötchen erzählen, wo schon einmal ein paar Scheinchen unter den Teppich verschwunden sind.

Dies ist ein Beispiel dafür, dass sich Angestellte des Vereins, etwa unser jetziger Geschäftsführer, mit verschiedenlichen Prozessen beschäftigen müssen, die keinen anderen Ursprung haben als das Misstrauen ihnen gegenüber.

So wird ein ganz hervorragender Mann verbrannt, obwohl er in ganz anderen Bereichen noch viele bessere Arbeit zu leisten imstande wäre.

Die strukturellen Probleme der 90iger wirken also, durch die Entwicklungen bis heute, nach - und wie man sieht, auch auf eine recht unerwartete Weise.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Abbelbeebe am Ich habe nichts von dem was du ansprichst in Abrede gestellt oder ignoriert und auch ganz sicher nicht auf irgendetwas hinargumentiert.

Das muss man verstehen, wenn man über das Thema reden will. Und zusätzlich noch in verschieden strukturschwachen Regionen.

Ist das besser verständlich? Und wenn dann in zwanzig Jahren noch nicht wieder die jetzige Verteilung eingetreten ist, wird das auf strukturelle Nachteile in "Südwestdeutschland" zurückgeführt wie es sie ja durchaus auch gibt , unter denen ja auch Vereine in Schleswig-Holstein und im Saaland leiden.

Saarland und Schleswig-Holstein haben auch nicht ganz so viele Einwohner wie "der Osten". Seht es halt als weiteren Grund, aus dem derartige Vergleiche lächerlich sind.

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Delegierung nannte man das zu DDR-Zeiten. Leverkusens Manager Reiner Calmund erkannte schon früh: Betriebe, die die Vereine bis dahin unterstützt hatten, gingen in Konkurs oder stellten die Zahlungen ein.

Glücksritter aus dem Westen kamen und Plünderer — sie versprachen, Wunderdinge zu vollbringen.

Aber wo gibt es Wunder? Westvereine kauften die besten Spieler weg. Das sind nur die bekanntesten. Es blieb der Rest, der im Westen nicht unterkam.

Bis heute haben sich die Ostvereine von dem Aderlass nicht erholt. Allen ostdeutschen Clubs erging es früher oder später so.

Mannschaften wie Halle oder Magdeburg gingen wie Jena durch tiefe Täler, aber sie haben es schon wieder in die 3.

Peter Ducke geht schon lange nicht mehr ins Stadion, wenn Jena spielt. Jena-Fan ist er nicht. Aber er fühlt sich nicht genügend hofiert.

Kein schlechter Werbeeinfall, warum denn nicht mit den Pfunden wuchern, die man noch hat. Es gibt eine Rasenheizung, immerhin.

Mancher Fan soll geweint haben, als es so weit war. Wenigstens einen wollten sie erhalten, als Symbol und Erinnerung, aber auch daraus wurde nichts.

Der stählerne Mast liegt zertrennt daneben. Maik Weichert hat miterlebt, wie die Masten demontiert wurden, es war eine Zäsur.

Er macht zurzeit sein zweites Staatsexamen. Er ist Jena-Fan, solange er denken kann. Heaven Shall Burn gibt es seit Heaven, erklärt Weichert, steht für ein falsches Paradies, das sich Leute in ihren Köpfen aufbauen.

Dieses Paradies soll zerstört werden, soll brennen. Die Leute müssen aus ihren Tagträumen erwachen, findet die Band, sie sollen begreifen, dass sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen sollten statt auf irgendeinen Gott zu vertrauen.

Also das Paradies brennen lassen, etwas Mutiges wagen statt der ausgetretenen Pfade. Die Musiker wollen nichts dafür: Eine Mannschaft von jungen Kickern, gegen die Elf aus Bautzen jedoch klar favorisiert.

Die Südkurve schräg gegenüber gehört der Fangruppe Ultras. Sie schwenken ihre Fahnen, schlagen die Trommel und stimmen ihre Gesänge an, die bis zum Ende des Spiels nicht mehr aufhören werden.

Ein sogenannter Capo koordiniert mit dem Megafon die Gesänge. Bestimmte Klamotten oder Tattoos sieht man hier nicht, Jenas Südkurve ist anders als manche ostdeutsche Kurve nazifrei.

Wie trostlos es ohne die Ultras im Stadion sein kann, musste der Club monatelang erleben. Die war bereits ausgegliedert worden, weil ein russischer Oligarch Interesse am Club gezeigt hatte, aber dann stellte sich heraus, dass die Miliz schon gegen ihn ermittelte.

Er betreibt unter anderem seit ein Halbleiter-Unternehmen in Erfurt mit heute Mitarbeitern. Bei Standard Lüttich haben ihn die Fans nie richtig angenommen.

Er verkaufte wichtige Spieler, traf falsche Trainerentscheidungen, zog Geld aus dem Verein. Inzwischen hat er Standard wieder verkauft.

Der Deal in Jena: Er sagt, viele in seiner beruflichen Umgebung könnten es in den falschen Hals kriegen, wenn sie lesen, dass er ein Ultra ist.

Die Ultras beschlossen damals, die Trommelstöcke ruhen zu lassen und im Stadion zu schweigen. In ihrer Südkurve hängten sie ein Plakat auf: In zehn Jahren bankrott!

Wer zahlt die Rechnung? Der sportliche Erfolg, sagt Toni, sei zwar schön und gut, aber nicht alles. Entscheidend sei letztlich der Preis.

Und für viele Fans sei der Verein eine zweite Heimat geworden, die wollen sie sich nicht zerstören lassen. Sportlicher Erfolg oder Wärme. Da brauche es eine Fanszene, die hellwach ist, sagt er.

Ein Jahr lang war es totenstill im Stadion, dann stiegen die Ultras wieder mit ihren Gesängen ein. Förster war es, der den Belgier von dem Investment als Minderheitsgesellschafter überzeugte.

Am Ende funktioniert das, gerade bei so einem kleinen Verein wie Jena, ohnehin nur, wenn nicht einer alleine regiert, sondern alle an einem Strang ziehen.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Strukturen im Osten seit der Wiedervereinigung noch nicht so gefestigt sind, weil sie nach der Wende bei Null beginnen mussten und bisher auch "erst" 20 Jahre Aufholzeit hatten.

Trotzdem gibt es auch im Westen Regionen, die mit gleichen Problemen zu kämpfen haben. Wenn es darum geht, strukturelle Defizite anzugleichen, dann sollte man nicht zwischen Ost und West unterscheiden sondern grundsätzlich zwischen strukturstark und strukturarm.

Es wird hier glaube ich einfach der Hintergrund vergessen. Der Osten Deutschlands ist bzw. Zudem muss man auch mal die Anzahl Städte betrachten, die das Potenzial zum Erstligisten hätten.

Natürlich könnten auch kleinere Städte einen Bundesligisten stellen, aber dies ist auch bei vielen westdeutschen Städten nicht der Fall. Erstmal hab ich eine kleine Rechnung per Dreisatz angestellt.

Zu meine überraschung weniger ich dachte. Letztendlich muss man sagen. Der Osten holt langsam aber sicher auf.

Ich erinnere mich noch an die Jahre wo eben nur der FCH in der 1. Buli gegen den Abstieg gespielt haben. Auch in der Regionalliga Nord sah es darmals eher Mau aus.

Ob der Osten noch Strukturell benachteiligt ist? Schuldzuweisungen kann es da aber nicht geben, da es nunmal praktisch unmöglich ist "Sportgemeinschaften" ins Profigeschäft einzubauen.

Ich sehe den Grundstein bereits als gelegt an. Ich denke in naher Zukunft werden wird der Osten auch seine 6 Plätze erreichen.

Rein Gefühlstechnisch würde ich sogar sagen 6 Ostvereine haben schonmal gleichzeitig in den ersten beiden Ligen gespielt.

Bin mir aber nicht sicher und auch zu faul nachzuschauen. Ist ja auch nicht relevant. Dazu kommt sicherlich das wir um starke Buli Teams zu bekommen auch Gesellschaftlich nicht die Ballungszentren haben.

Mittelfristig werden sich sicher noch die Rasenballsportler in der Bundesliga dazugesellen. Davon kann man halten was man möchte.

Ich denke der Osten befindet sich auf einen guten Weg. Du vergleichst hier gelegentliche Erst- und Zweitklassigkeit mit mehrfachen nationalen Meistern, Pokalsiegern, Europapokal-Finalisten und sogar -Siegern.

Das zeigt sehr gut die Asynchronizität in der Kommunikation. Bitte, das ist keine Wertung der damaligen Entscheidungen.

Sie mussten irgendwie getroffen werden und Kompromisse die allen geholfen hätten, konnte es nicht geben. Es ist nichts weiter als ein mächtiges Beispiel für die strukturelle Benachteiligung der ostdeutschen Clubs, welche ihre westdeutschen Äquivalente nie kennenlernen mussten.

Und noch ein allgemeiner Hinweis "strukturelle Benachteiligung" wird mir viel zu oft als "böswillige, gezielte Benachteiligung durch einen oder mehrere Handelnde" missverstanden.

Dabei geht es lediglich darum, dass es Gegenden bzw. Gegebenheiten gibt, die günstiger oder ungünstiger sind - meist ohne dass es dafür einen Schuldigen gibt.

So wie manche Leute halt näher an einer Autobahnauffahrt leben als andere. Immerhin hat der Osten Proficlubs! Wenn man mal nach Schleswig-Holstein guckt, sieht es da noch mauer aus!

Aber mMn holt der Osten echt auf, was man zuletzt in der noch gemeinsamen Regionalliga gesehen hat, wo die Ostteams immer stärker wurden Chemnitz, Leipzig.

Auch in der 3. Das tut zwar nichts zum Thema, aber ich möchte es trotzdem loswerden. Gerade was die Mieten angeht, ist Dresden auf einem sehr guten Weg einer der Spitzenreiter in Deutschland zu werden.

Ich kann das Märchen vom achso billigen Leben im Osten nicht mehr hören. Wobei das in den Strukturschwachen Regionen, die es im Westen natürlich auch gibt, absolut zutrifft.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von SGD82 am Es findet seit Jahren eine Verlagerung Richtung Süden statt. Nicht nur Ostklubs stürzen ab, sondern auch Westklubs.

Nächstes Jahr werden es wieder mal nur 4 Vereine sein. Ich denke, dass liegt daran, dass im Süden heutzutage mehr und finanzstärkere Sponsoren zu finden sind.

Leider haben viele der Neulinge aus dem Süden auch deutlich weniger Fans. Das sollte klar sein. Betrachten wir Konkurrenzfähigkeit , dann fand einerseits eine gewisse Angleichung der Wirtschaftskraft statt, andererseits muss die Stadt in Deutschland betrachtet werden und nicht mit dem Status in der DDR.

Halbwegs konkurrenzfähig von der Einwohnerzahl her dürften eigentlich nur Leipzig und Dresden sein, die beide was über eine halbe Millionen Einwohner haben wie Nürnberg, Hannover, Nicht zu vergessen, dass es Gebiete gibt, in denen die Hertha "wildert".

Jena hingegen hat so viele Einwohner wie Koblenz und sollte ansatzweise vergleichbar sein, wenn wir Faktoren wie Einzugsgebiet hier hat Saabrücken z.

Strukturelle Benachteiligung gibt es da, wo die Wirtschaftsstruktur für die Vereine, sprich, die Konkurrenzsituation hoch ist oder es an einem Absatzmarkt Fans bzw.

Dadurch gibt es zwangsweise in weiten Teilen des Ostens strukturelle Benachteiligungen. Das trifft aber auch auf viele Regionen im Westen zu.

Neben des recht forschen Abwatschens zulasten des Threaderstellers, der, um sein Thema möglichst interessant zu machen, mit, im Rahmen der Sachlichtkeit, provokaten Thesen hervortritt und zudem noch mögliche Argumentationsansätze aufzeigt, hätte ich mir von dem einen oder anderen Zeitgenossen gewünscht, dass er, neben der doch simplen Feststellung, dass das Thema interessant ist, auch mal aufzeigt, worin das Interessante dieses Thema liegt, wenn es mit der Erklärung abgetan ist, dass der Osten einfach strukturschwach ist.

Wenn es nämlich so ist, dass die Antwort in einer derartig unfassbaren Vergröberung schon hinlänglich gegeben ist, dann kann ich mir kein uninteressanteres Thema vorstellen.

Zudem wäre damit das Thema erschlossen und der Thread könnte zu, was aber keiner der Schreiber, die die Lösung in der Strukturschwäche sehen, deduziert.

Zum zweiten hat sich Threadersteller schuldig gemacht, weil er es unter den obig genannten Voraussetzungen wagte, eine Frage aufzuwerfen, die in einigen Köpfen bisheriger Beitragsschreiber zwangsläufig aus einer Jammermentalität emporkriecht.

Sie wagten gar nicht den Versuch zu unternehmen, diese Frage wertfrei zu verstehen. Die Antwort liegt mit der Strukturschwäche quasi auf der Hand, jede weitere Diskussion macht verdächtig.

Genaugenommen ist die gemeine Strukturschwäche als Argument genauso werthaltig wie eine Lösung des Problems im Wesen des Menschen zu anzugeben.

Tatsächlich ist das Thema unfassbar komplex; jeder Ansatz, der in einem kleinen argumentativen Rahmen erschöpfend erfasst sein will, bleibt unbefriedigend.

Bemerkenswert ist, dass die in der Tiefe liegenden Momente, wenn man sie aufspürt, zwar mal für und mal wider der vom Threadersteller geposteten These sprechen, aus meiner Sicht sie aber mehrheitlich bestätigen.

Aus ihnen selbst entsteht übrigens auch keine Verschuldensfrage, auch wenn das die Lesart ist, unter den man einen solchen Beitrag verstehen kann.

Die von mir unten angegebenen Argumente sind so eng umrissen, ihr Geltungsbereich so gering, dass ich weder behaupten will auch nur Ansatzweise vollständig oder umfassend zu sein, noch das hier gezeichnete Bild unter diesen Mängeln in Art und Umfang volle Richtigkeit hat.

Unter den vielen möglichen Ansätzen habe ich mir zwei gewählt und habe sie im Lichte des Vereins Dynamo Dresden dargestellt und zwar so, wie ich das empfinde.

Ihnen - und nicht etwa den Spitzenmanagern der Bundesligisten - stand die Mammutaufgabe ins Hause aus den infrastrukturellen Provinzriesen ein wettbewerbsfähiges Produkt zu machen, das mit den hervorragend geführten Vereinen der Westmannschaften konkurrieren kann.

Mit der denkbar brutalsten Hypothek, Anfang der 90iger einen Verein zu führen, der in einem Bundesgebiet liegt, in dem die Bausubstanz vor sich hinmodert, an Lebensqualität etwa soviel bietet wie die heutigen Nachmittagssendungen des Privatfernsehens, war es unmöglich fähige Leute zu gewinnen, um ein funktionierendes Ganzes aufzubauen.

Aus dem einstigen Spitzenklub mit jahrzehntelang europäischem Format wurde ein kleines Licht, in dem Provinzpossen geschrieben werden.

Dynamo Dresden musste erheblich Geld in die Hand nehmen, um Mitläufern der Bundesliga den Vertragsabschluss schmackhaft zu machen.

Von einer vielleicht erwarteten Besserstellung kann keine Rede sein. Es wirkt bis heute nach. Vor allem bei unseren eigenen Leuten.

Zwischenzeitig kehrt bei Dynamo eine gewisse mediale Kompetenz ein. Mit den gewaltigen finanziellen Defizit, das seine Zinseszinseffekte in die Zukunft fortschreibt sowie mit umfangreichen Vertragswerken, die, zugunsten einer kurzfristigen Sicherung, die Knebelung für einen zukünftigen, womöglich von Seiten der damals aktuellen Vereinsführung selbst nicht für möglich gehaltenen Profisport nach sich zieht, ist es bis heute in der dritten Liga und darunter unmöglich sich finanziell zu konsolidieren.

Folglich werden in den Jahren vor dem Zweitligaerscheinen Dynamos rote Zahlen geschrieben, die mit der im Eingangssatz des Absatzes angedeuten medialen Kompetenz, die immer mit einer Verklausulierung einher geht und einem konkreten Erklärungsmodell weitere hinzufügt, für Misstrauen sorgt.

Auf einmal hat man statt täglichen Wasserstandmeldungen und konkreten Werten mit einem ewig optimistischen Vereinsgebaren zu tun. Wozu das führt, sieht man auch am aktuellen Beispiel Duisburgs, wo ich unglaublich viele Parallelen zu Dynamo sehe.

In Dresden traut man den Vereinsangestellten nicht. So kommt es, dass ehemalige Präsidenten damit kokettieren, jährlich die Bilanzen einzusehen, völlig wertfrei wie sie betonen, aber gleichzeitig freimütig ein paar Anekdötchen erzählen, wo schon einmal ein paar Scheinchen unter den Teppich verschwunden sind.

Dies ist ein Beispiel dafür, dass sich Angestellte des Vereins, etwa unser jetziger Geschäftsführer, mit verschiedenlichen Prozessen beschäftigen müssen, die keinen anderen Ursprung haben als das Misstrauen ihnen gegenüber.

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